Seit 2002 engagiert sich unsere Bildungsstätte in der JVA Tonna für die Bildung und Integration von Strafgefangenen und Strafentlassenen. Wir bieten den Teilnehmenden eine gezielte berufliche Qualifizierung als Fundament für ein straffreies Leben.
Praxisnahe Qualifizierung in gefragten Berufsfeldern
Momentan stellen wir 60 Bildungsplätze in vier zentralen Berufsfeldern bereit, die eine schnelle Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglichen:
Unser Ziel: Durch die Teilnahme an unseren Bildungsmaßnahmen erhöhen die Strafgefangenen ihre Chancen auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft nach ihrer Haftentlassung – der direkte Weg zur erfolgreichen (Re-)Integration.
Die Bildungsstätte in der JVA Tonna ist ein hochspezialisiertes Zentrum für die berufliche (Re-)Integration, das sich durch die breite Palette an anerkannten IHK- und HWK-Abschlüssen auszeichnet.
Vielfalt und Anerkennung der Qualifikationen
Wir bereiten Teilnehmende gezielt auf den Arbeitsmarkt vor und bieten Umschulungen, Teil- und Nachqualifizierungen in gefragten Handwerks- und Gastronomiebereichen an:
Fundierte Berufsorientierung
Zur optimalen Vorbereitung auf die Entlassung führen wir gezielte Kompetenzfeststellungen und Maßnahmen zur Berufsorientierung durch. Die erworbenen anerkannten Abschlüsse erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft und tragen direkt zu einem straffreien Leben bei.
Das Projekt B.I.S.S. gibt es seit 2007 und wurde durch den erfolgreichen Projektverlauf immer wieder verlängert. Momentan befinden wir uns in der Projektlaufzeit 01.01.2025 – 31.12.2026.
Der Arbeitsmarkt unserer Region ist einerseits immer noch von dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften und andererseits von verbleibender Sockelarbeitslosigkeit, insbesondere von „arbeitsmarktfernen Personen“ wie Langzeitarbeitslosen oder Geringqualifizierten gekennzeichnet. Angesichts dieser Polarisierung sowie der demographischen Entwicklung und des damit verbundenen wachsenden Fachkräftebedarfes besteht eine erhöhte Notwendigkeit zur stärkeren Integration dieser „arbeitsmarktfernen Personen“. Dazu gehört auch unsere Zielgruppe der Strafgefangenen bzw. Haftentlassenen.
Das Projektziel ist die Integration der Haftentlassenen in den Arbeitsmarkt bzw. die Vorbereitung dieser und die Erweiterung der gesellschaftlichen Handlungskompetenz. Die Chance der Anhebung berufsspezifischer Fähigkeiten, das Erwerben von beruflichen und sozialen Kompetenzen sowie der Erhalt und die Erweiterung der eigenen Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit gehören zu den maßgebenden Zielen. Unsere Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit und Verbesserung der Chancen einer nachhaltigen (Re-) Integration in das Berufsleben sind Kernstück des für den Thüringer Justizvollzug entwickelten Projektes „B.I.S.S.“.
Die Erfassung der anerkannten Abschlüsse und die vermittelten Strafentlassenen in den Arbeitsmarkt sind für uns wesentliche Erfolgsindikatoren.
Die wichtigsten Kooperationspartner sind die HWK Erfurt, die IHK Ostthüringen und die IHK Erfurt. Nur durch diese Kooperationen können wir passgenaue Qualifizierungen anbieten und die entsprechenden Prüfungen unter den besonderen Bedingungen des Strafvollzuges durchführen.