Haben Sie spezielle Fragen? Stöbern Sie in unseren FaQ.

Häufig gestellte Fragen

Neben den Informationen zu Kursen, Bildungsstätten und Projekten des bfw – Unternehmen für Bildung finden Sie hier praktische Informationen für Ihre Teilnahme an einem unserer Bildungsangebote. Sie finden hier vor allem Antworten auf die Fragen, die Sie möglicherweise vor, während oder nach einem Bildungsangebot bewegen.

Sollten Sie auch hier nicht fündig werden, stehen Ihnen unsere Mitarbeiter an den Standorten immer gern für Ihre Fragen zur Verfügung. Oder senden Sie uns eine Nachricht über unser allgemeines Kontaktformular.

Allgemeine Fragen zu unseren Bildungsangeboten

Was ist der Unterschied zwischen einer Ausbildung und einer Umschulung?

Ziel bei beiden ist ein anerkannter Berufsabschluss. Der Unterschied besteht darin, dass die Teilnehmenden einer Umschulung in der Vergangenheit schon beruflich tätig waren. Sie verfügen über Berufserfahrung und haben manchmal auch schon einen Berufsabschluss in einem anderen Beruf. Deshalb kann eine Umschulung kürzer sein als eine Ausbildung. Meist umfasst sie 2/3 der regulären Ausbildungszeit. Allgemeine Grundlagen, die für den Berufsabschluss wichtig sind, sind häufig nicht mehr Inhalt einer Umschulung. 

Was ist der Unterschied zwischen einer Weiterbildung und Fortbildung?

Es gibt verschiedene Erklärungen zu den Begriffen Weiterbildung und Fortbildung. 

Wir verstehen eine Fortbildung als Bildungsangebot mit dem Ziel, zusätzliche Fähigkeiten für den eigenen Arbeitsplatz zu erwerben. Auslöser sind häufig neue Anforderungen, neue Technologien oder ein gewünschter Karriereschritt. 

Auch eine Weiterbildung hat das Ziel, zusätzliche Fertigkeiten oder Qualifikationen aufzubauen. Hier geht es aber vor allem darum, persönliche Qualifikationen auszubauen. Die Weiterbildung muss nicht unbedingt einen Bezug zum Arbeitsplatz haben.  

Was ist eine Externenprüfung?

Die Externenprüfung richtet sich an Arbeitnehmer/-innen, die bereits einige Jahre in einem Beruf arbeiten, ohne darin einen anerkannten Berufsabschluss zu haben. Sie können auf Basis ihrer Berufserfahrung für diesen Beruf eine Prüfung ablegen und somit den Berufsabschluss nachholen, ohne eine Ausbildung oder Umschulung absolviert zu haben. 

Voraussetzung ist, dass sie mindestens das Eineinhalbfache der eigentlich vorgeschriebenen Ausbildungszeit im jeweiligen Beruf gearbeitet haben. In den meisten Berufen bedeutet das viereinhalb Jahre. Auch Ausbildungszeiten anderer Berufe können angerechnet werden. 

Ein Beispiel: 

Sie arbeiten in einem Lager und führen Tätigkeiten aus, die der Arbeitsbeschreibung einer „Fachkraft für Lagerlogistik“ entsprechen. Da die eigentliche Ausbildung zur „Fachkraft für Lagerlogistik“ drei Jahre dauert, müssen Sie für die Externenprüfung 4,5 Jahre Berufstätigkeit im Bereich Lager/Logistik vorweisen.

Genaue Informationen finden Sie in § 45 Abs. 2 des  Berufsbildungsgesetzes und in § 37 Abs. 2 der Handwerksordnung. 

Die bfw-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Nähe beraten Sie gerne. 

Bieten Sie Kurse für Menschen mit Behinderung?

In einigen unserer Bildungsstätten ist es möglich, dass Menschen mit Behinderung an unseren Kursen teilnehmen. Einige unserer Räumlichkeiten sind etwa barrierefrei, andere wiederum sind so ausgestattet, dass Menschen mit einer Seheinschränkung dort gut zurechtkommen. 
Melden Sie sich bei uns, wir suchen gemeinsam mit Ihnen nach einer Lösung.

Kann ich die Ausbildungszeit verkürzen?

Das kommt immer auf die Art der Ausbildung oder Umschulung sowie die persönlichen Voraussetzungen an. Eine Umschulung ist gegenüber einer Ausbildung bereits verkürzt. Eine weitere Kürzung ist daher nur in Einzelfällen – etwa bei umfangreicher einschlägiger Berufserfahrung – in Rücksprache mit der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) möglich.

Die Entscheidung liegt bei der Kammer, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort beraten Sie jedoch gerne zu Ihren Möglichkeiten. 
 

Vor der Teilnahme an einem Bildungsangebot

Benötige ich einen Bildungsgutschein oder einen Nachweis über andere Fördermittel, bevor ich mich bei Ihnen melde?

Nein, Sie müssen die Förderung für ein Erstgespräch noch nicht geklärt haben. Handelt es sich um einen Kurs, der mit einem Bildungsgutschein gefördert werden kann, können Sie nach dem Beratungsgespräch bei Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter einen entsprechenden Bildungsgutschein beantragen. Er muss aber auf jeden Fall vor Beginn des Kurses vorliegen.

Informationen über Ihre Fördermöglichkeiten finden Sie hier.
 

Muss ich vor einer Beratung oder Anmeldung bei Ihnen zu meiner Agentur für Arbeit?

Eine erste Beratung in unserem Hause kann völlig unabhängig von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter erfolgen. 

Entscheiden Sie sich für einen Kurs, der mit einem Bildungsgutschein gefördert werden kann, muss dieser Bildungsgutschein vor der Anmeldung zum Kurs bei uns vorliegen. Dazu müssen Sie vor Kursbeginn zur Agentur zur Arbeit oder zum Jobcenter gehen. 

Neben dem Bildungsgutschein haben Sie noch verschiedene andere Möglichkeiten, finanzielle Hilfen für Ihre Aus-, Fort- oder Weiterbildung zu beantragen.

Informationen über Ihre Fördermöglichkeiten finden Sie hier. 
 

Wie läuft ein Beratungsgespräch beim bfw ab? Wer nimmt daran teil?

Entscheiden Sie sich für ein persönliches Beratungsgespräch in einer Bildungsstätte, wird einer unserer Beraterinnen und Berater mit Ihnen Ihren bisherigen beruflichen Werdegang besprechen und Ihre persönlichen Bedürfnisse mit den Bildungsmöglichkeiten im bfw abgleichen. 

Sie erfahren im Beratungsgespräch alle wichtigen Aspekte zu den passenden Kursen, zum Beispiel zu Inhalten, (Werkstatt-)Ausstattung, Unterrichtszeiten, Urlaub oder Ferien, Gruppengrößen oder dem Durchschnittsalter der Teilnehmenden. Außerdem können Sie bei einem Rundgang bereits einen ersten Eindruck von Ihrer zukünftigen Lernumgebung erhalten.

Vereinbaren Sie jetzt ein Beratungsgespräch in Ihrer Bildungsstätte.

Muss ich einen Test machen? Was ist Inhalt des Tests?

Für die meisten technischen, aber auch für einige kaufmännische und IT-Kurse ist ein kurzer Eingangstest notwendig. 

Warum ein Eingangstest?
Der Test hilft Ihnen und uns zu prüfen, ob der gewählte Kurs wirklich zu Ihnen passt. Je nach Beruf werden unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen benötigt. Diese werden im Test abgefragt. So können wir bereits im Vorfeld gemeinsam klären, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Damit vermeiden wir zukünftige Enttäuschungen.

Was ist der Inhalt des Tests?
Je nach Kurs sind unterschiedliche Voraussetzungen wichtig. Geht es etwa bei einer Fachkraft für Lagerlogistik vor allem um räumliches Vorstellungsvermögen und Organisationsgeschick, steht bei IT-Berufen das technische Verständnis im Mittelpunkt. Steuerfachangestellte sollten gut rechnen können und Verständnis für kaufmännische Themen mitbringen.

Deutsch wird in allen Eingangstests geprüft, da eine reibungslose Verständigung die Grundlage für erfolgreiches Lernen ist. Haben Sie hier noch Defizite, helfen wir Ihnen gern. Wir bieten allgemeine Sprachkurse sowie Kurse an, in denen Sie den für Ihren angestrebten Beruf notwendigen Fachwortschatz lernen.

Informationen zu unseren Sprach- und Integrationskursen finden Sie hier.
 

Welches Sprachniveau braucht man als Zugangsvoraussetzung?

Für die meisten Kurse setzen die Kammern und Prüfungsämter das das Sprachniveau B2 voraus. Lassen Sie sich vor Kursbeginn von uns beraten, dann sind Sie auf der sicheren Seite, denn in  Einzelfällen kann von dieser Regel abgewichen werden. So reicht bei bestimmten Qualifikationen auch das Level B1.

Während der Teilnahme an einem Bildungsangebot

Wie laufen die Kurse ab? Online oder vor Ort?

Wir bieten vor allem Kurse vor Ort an, da uns der persönliche Kontakt während des Lernens und der Lernenden untereinander sehr wichtig sind. Sie können sich mit Ihrem Ausbilder oder Ihrer Ausbilderin sowie den Mitschülerinnen und Mitschülern direkt austauschen und Inhalte gemeinsam erarbeiten.

Zur digitalen Unterstützung bieten wir in einigen Kursen unseren Online-Campus an. an. Dort können Sie über PC, Tablet oder Smartphone im Unterricht ergänzend Inhalte bearbeiten, Übungen durchführen und mit Videos lernen. Es ist möglich, z. B. in Praktikumsphasen zeit- und ortsunabhängig mit Lernenden und dem Lehrpersonal im Austausch zu bleiben.

Gibt es bei Ihnen Teilzeit- und berufsbegleitende Kurse?

Ja, wir bieten Teilzeit- und berufsbegleitende Kurse an. Genaue Informationen zum Angebot in Ihrer Nähe finden Sie in der Übersicht unserer Bildungsangebote.

Ihr Wunschkurs wird nicht in Teilzeit oder berufsbegleitend angeboten? Sprechen Sie uns an, vielleicht finden wir gemeinsam eine individuelle Lösung. 

→ bfw-Ansprechpartner

Wie melde ich mich krank?

Wichtig ist es zunächst einmal, die Bildungsstätte zu informieren, damit der Ausbilder oder die Ausbilderin wissen, warum Sie nicht zum Unterricht erscheinen. Die Krankmeldung benötigen wir per Telefon oder E-Mail morgens bis zum Unterrichtsbeginn. Dann gehen Sie am besten direkt zum Arzt und sagen nach Ihrem Arztbesuch in der Bildungsstätte Bescheid, wie lange Sie krankgeschrieben sind.  Während der Praktikumsphase ist es zudem wichtig, das Unternehmen, in dem Sie Ihr Praktikum absolvieren, zu informieren. Wir benötigen Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU/Krankenschein) innerhalb von drei Werktagen.

Habe ich während einer Umschulung Urlaub oder Ferien?

Bei allen über einen langen Zeitraum angelegten Vollzeit-Angeboten gibt es Urlaub oder Ferien. Bei einer Umschulung, die länger als sechs Monate dauert, haben Sie einen Urlaubsanspruch von zwei Tagen je Ausbildungsmonat. Starten Sie in der ersten Hälfte eines Monats, stehen Ihnen schon für diesen Monat zwei Tage zu. Starten Sie in der zweiten Hälfte eines Monats, nicht. 

Welche Zahlungsmöglichkeiten habe ich? Gibt es Finanzierungshilfen?

Die Kosten für viele unserer Qualifikationen werden von der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, der Rentenversicherung oder anderen Kostenträgern übernommen und auch direkt bezahlt. Beziehen Sie Arbeitslosengeld, ist die Umschulung eine Zusatzleistung. Ihr Unterhalt wird unverändert weiter finanziert. 

Im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes (ehemals WeGebAU) unterstützt die Bundesagentur für Arbeit die Qualifizierung von Beschäftigen. Die Höhe der Förderung hängt zum Beispiel von der Art der Förderung oder der Betriebsgröße ab. Informieren Sie sich hier, inwieweit Sie von dem 2019 auf den Weg gebrachten Gesetz profitieren können. 

Zahlen Sie Ihre Aus-, Fort- oder Weiterbildung selbst, schließen wir mit Ihnen einen privatrechtlichen Vertrag, aus dem hervorgeht, wann welche Kosten fällig werden. Hier gibt es auch die Möglichkeit der Ratenzahlung. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Weitere Informationen zu Finanzierungshilfen und Förderprogrammen finden Sie hier.

Bitte lassen Sie sich bei der zuständigen Stelle – etwa Ihrem Ansprechpartner im Jobcenter oder bei der Agentur für Arbeit – umfassend beraten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten informieren Sie in einem Beratungsgespräch ebenfalls zu Ihren Möglichkeiten.
 

Muss ich mich selbst um einen Praktikumsplatz kümmern?

In den meisten Kursen erfolgt die Suche nach einem Praktikumsplatz gemeinsam. Natürlich werden Sie selbst aktiv und bewerben sich auf offene Stellenangebote im Internet, in Zeitungen und Anzeigenblättern und fragen bei Firmen in Ihrer Nähe nach offenen Praktikumsplätzen. Unsere Ausbilderinnen und Ausbilder unterstützen Sie jedoch mit ihren zahlreichen Kontakten zu Unternehmen und Institutionen in der Region und bieten Bewerbungstrainings an.

Nach der Teilnahme an einem Bildungsangebot

Kann ich nach Kursende weiterhin Fragen zu Kursinhalten stellen?

Offiziell endet die Betreuung der Teilnehmenden nach dem Kursende. Dennoch stehen wir auch nach Abschluss Ihres Kurses gerne für Fragen zur Verfügung. Sollten auch nach Kursende noch viele fachliche Fragen offen sein, vielleicht bedingt durch eine längere Krankschreibung, gibt es bei uns auch die Möglichkeit, einzelne Module zu wiederholen oder einen extra Prüfungsvorbereitungskurs zu buchen.  

Gibt es Ehemaligentreffs oder -gruppen für einen Erfahrungsaustausch (=Alumni)?

An vielen Standorten treffen sich unsere Teilnehmenden auch nach dem Abschluss Ihrer Aus-, Fort- und Weiterbildung. Die Treffen werden jedoch privat und unabhängig vom bfw organisiert. Natürlich freuen wir uns immer, von unseren ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu hören. 

Kann ich mir bei Verlust meines Teilnahmezertifikats nachträglich ein Neues ausstellen lassen?

Ein bfw-internes Zertifikat können wir gerne neu ausstellen. Allerdings nur innerhalb der jeweils geltenden gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren. Danach sind wir nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dazu verpflichtet, alle Daten der Teilnehmenden zu löschen. Dann besteht keine Möglichkeit mehr, ein Zertifikat neu auszustellen.

Wie kann ich eine kostengünstige Aus- bzw. Weiterbildung machen?

Verschiedene Institutionen bieten finanzielle Förderungen von Bildungsmaßnahmen an, z. B. Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Optionskommunen oder der Europäische Sozialfonds.

Lassen Sie sich von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort beraten oder informieren Sie sich über entsprechende Fördermöglichkeiten.

Was ist ein Bildungsgutschein?

Ein Bildungsgutschein wird von den Agenturen für Arbeit oder vom JobCenter zur Förderung der beruflichen Weiterbildung vergeben. Um einen Bildungsgutschein zu erhalten, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein.

In einem Bildungsgutschein werden das Bildungsziel, die erforderliche Dauer, der regionale Geltungsbereich und die Gültigkeitsdauer ausgewiesen.

Sie können Ihren Bildungsgutschein bei zertifizierten Weiterbildungsanbietern Ihrer Wahl einlösen. Lassen Sie sich beraten - bei unseren Spezialisten an den einzelnen Standorten.

Was ist ein AVGS?

Ein AVGS ist ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit oder der JobCenter. Die gesetzliche Voraussetzung bezieht sich auf den § 45 SGB III - Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung.

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