Projekt "Hilfe aus einer Hand"

"Hilfe aus einer Hand"

Eine gute Berufsausbildung bietet jungen Menschen optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang ins Arbeitsleben. Wer es geschafft hat, seine Berufsausbildung erfolgreich zu beenden, wird seltener arbeitslos und kann sich im weiteren Lebensverlauf besser auf neue Anforderungen einstellen. Für die Unternehmen bedeutet die betriebliche Ausbildung die Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses.

In den vergangenen Jahren hat sich die Situation für Ausbildungsplatzsuchende im Freistaat Sachsen deutlich verbessert. Seit 2008 ist die Zahl der nicht versorgten Bewerber zum Ende des Berichtsjahres jeweils auf einem niedrigen Niveau geblieben. Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen kann relativ stabil mit 17.000 – 19.000 pro Jahr eingeschätzt werden. Demgegenüber sind die Bewerberzahlen aufgrund der demographischen Situation weit zurückgegangen (von ca. 54.000 im Jahr 2005 auf ca. 20.000 im Jahr 2011). Auch wenn 2011 die Talsohle erreicht wurde und seitdem die Bewerberzahl wieder leicht ansteigt (ca. 21.100 im Jahr 2013), bleiben in einer Vielzahl von Berufen zunehmend Ausbildungsplätze unbesetzt. Was für die Ausbildungsplatzsuchenden ein Vorteil ist, stellt für die sächsischen Unternehmen eine Herausforderung dar, sie sind zunehmend konfrontiert mit Engpässen bei der Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften. Verschärft wird diese Situation durch die stetig steigend Zahl der Erwerbspersonen, die aus Altersgründen aus dem Berufsleben scheiden. Diese Entwicklung eröffnet die Möglichkeit, auch Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Vermittlungshemmnissen oder individuellen Problemlagen den Weg in die betriebliche Ausbildung zu ebnen, anstelle der Integration in Übergangsmaßnahmen, die nicht zu einem Abschluss führen und nachweislich von niedrigen Erfolgsaussichten im Hinblick auf die Integration in den Arbeitsmarkt geprägt sind. Die Unternehmen müssen sich stärker als bisher diesem Personenkreis öffnen, aber auch dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und die ausgebildeten Fachkräfte zu halten. Gerade für kleine Unternehmen stellt dies allerdings nicht selten eine Herausforderung dar.

Geeignete Projekte sollen daher

  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen oder individuellen Problemlagen auf dem Weg in die und während der betrieblichen Ausbildung begleiten
  • und Betriebe bei Problemen mit der Ausbildung dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützen.

Das BFW Bau und das Berufsfortbildungswerk (bfw) Bildungsstätte Bautzen bieten hier ein Projekt an, welches benanntes Klientel unterstützt. Zielgruppen sind grundsätzlich ausbildungsreife Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen oder individuellen Problemlagen sowie Auszubildende mit Problemen. Hier stellt das bfw den Förderbedarf fest, arbeitet mit dem Jugendlichen / jungen Erwachsenen zusammen und kooperiert mit dem Betrieb. Bei Bedarf wird auch ein Stützlehrer an die Seite des Azubi gestellt, um die schulische Leistung zu verbessern. Der Stützunterricht kann in der Firma abgehalten werde, sofern Räumlichkeiten vorhanden sind. Dieses Projekt soll Hilfe aus einer Hand bieten, die flexibel und individuell auf die Bedarfe der Jugendlichen / jungen Erwachsene sowie der Ausbildungsbetriebe eingeht.

                                                                                                              Quelle: Förderkonzept

Ansprechpartner

BFW Bau

Andreas Reichel

E-Mail: a.reichel@bau-bildung.de

Berufsfortbildungswerk bfw

Brita Schleinitz

E-Mail: Schleinitz.Brita@bfw.de

Link: https://www.bau-bildung.de/projekte/nationale-projekte/hilfe-aus-einer-hand/

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