Regensburg: Weltkulturerbe an der Donau
Regensburg, zweitälteste Römerstadt Deutschlands, Weltkulturerbe, Heimat der weltberühmten Domspatzen, langjährige Wirkungsstätte von Papst Benedikt dem XVI. und Residenz des Fürstenhauses von Thurn & Taxis.
Die Geschichte Regensburgs („Ratisbona“ oder „Castra Regina“ genannt) reicht bis in die Steinzeit. Vom Römerkastell bis zum Bischofssitz, von der freien Reichsstadt bis zum immerwährenden Reichstag und der Abgabe an das Königreich Bayern hat sich in Regensburg in 2000 Jahren viel bewegt. Der mittelalterliche Stadtcharakter, die kunsthistorischen Bauwerke, die Donau und das südländische Flair prägen das Stadtbild.
Regensburg ist eine jung gebliebene, aufstrebende, innovative und zukunftsorientierte Stadt. Neben Behörden und alteingesessenen Mittelstandsbetrieben sind zahlreiche namhafte Industriebetriebe, wie z. B. BMW, Siemens, Infineon, Osram, Maschinenfabrik Reinhausen, Krones, Areva usw. ansässig. Diese sowie die Ansiedlung von zukunftsträchtigen Branchen, wie dem IT-Speicher, BioPark oder Biotech-Firmen, stellen wichtige Wirtschaftsfaktoren im Hinblick auf die Bereitstellung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum in der Region dar. Die kontinuierlich steigende Einwohnerzahl unterstreicht die Attraktivität dieser Stadt.
Besonderer Beliebtheit erfreut sich Regensburg bei den 17.000 Studenten und Studentinnen. Die Universität genießt weit über die Grenzen Deutschlands einen sehr guten Ruf. Dem folgend verzeichnet die Fachhochschule einen jährlichen Zulauf von knapp 6000 Studenten und Studentinnen.
Kultur, Kunst und Bildung ist ein Thema in Regensburg und nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die Bildungslandschaft ist vielfältig und bietet auf allen Wissensgebieten und Fachbereichen Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung an.
Das bfw ist nicht nur bundesweit mit der älteste Bildungsträger in Deutschland, sondern auch in Regensburg. In den sechziger Jahren startete das bfw in Regensburg mit Steno- und Maschinenschreiblehrgängen. Damals war die Nachfrage für diese Kurse bei kaufmännisch Tätigen oder jenen, die es werden wollten, sehr hoch. Dem Wandel der Zeit und an die Bedürfnisse auf dem Arbeitsmarkt angepasst, erweiterte das bfw Anfang der siebziger Jahre sein Bildungsangebot im kaufmännischen und technischen Bereich. Ab diesem Zeitpunkt beschulte das bfw nicht nur Bildungswillige in Abendlehrgängen, sondern führte in Vollzeit Auftragsmaßnahmen für das Arbeitsamt durch.
1977 errichtete das bfw eine kaufmännische Übungsfirma, – eine Übungsfirma ist einem echten Unternehmen nachgebildet - in der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ein adäquater Praxisbezug vermittelt wurde. Heute erwerben WiedereinsteigerInnen in das Berufsleben oder Kaufleute mit mangelnden Fachkenntnissen in der Übungsfirma ihre Qualifikation für den Berufseinstieg. Die Übungsfirma entspricht den Maßstäben eines modernen Unternehmens mit allen erforderlichen Kommunikationstechniken und bietet eine wertvolle und effiziente Lehrmethode durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Der tägliche Umgang mit allgemeinen Geschäftsabläufen hilft den TeilnehmerInnen, Anforderungen des Arbeitsmarktes besser gerecht zu werden und einen Wiedereinstieg zu finden.
Eine weitere Herausforderung in der beruflichen Bildung sah 1978 das bfw im sozialen Bereich. Das bfw gründete die 1. Fachschule für Altenpflege in der Oberpfalz. Der zunächst einjährigen Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Altenpfleger/in folgte Anfang der achtziger Jahre die zweijährige Ausbildung. In diesem Zeitrahmen wurden mehr als 1200 Altenpfleger und Altenpflegerinnen ausgebildet.
Seit 2003 ist die Ausbildung bundeseinheitlich neu geordnet. Neben der schulischen Ausbildung an der staatlich anerkannten Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe stehen die SchülerInnen jetzt in einem Ausbildungsverhältnis mit einem Altenheim oder einer Pflegeeinrichtung.
Die Aus- und Weiterbildung von Soldaten und Soldatinnen im Auftrag des Bundesverteidigungsministerium ist seit gut 25 Jahren ein fester Bestandteil des Bildungsauftrages in Regensburg. Im Rahmen der zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung führt das bfw derzeit Vorbereitungslehrgänge auf die IHK- bzw. Handwerkskammerprüfung zum/zur Bürokaufmann/-frau, Speditionskaufmann/-frau, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Wirtschaftsfachwirt/-in, durch.
Unser Bildungsangebot richtet sich nicht nur an Einzelpersonen oder Institutionen. Für Firmen und in Altenpflegeeinrichtungen ermitteln wir die Bedarfe der Personalentwicklung und bieten entsprechend der Bedürfnisse Seminare und Weiterbildungslehrgänge an.

